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Von Queenstown nach Glenorchy, der Routeburn Track, Te Anau, der Hollyford Track, die Halbinsel Otag

Nachdem wir in Queenstown den letzten leckeren Ferg-Burger , welcher wirklich Weltklasse war, verspeist hatten, wollte ich am nächsten Tag per  hitch hiking (Anhalter) über Glenorchy zum Startpunkt des Routebourn Tracks.


Leichter gesagt als getan- nach ca. 30 min Daumen raushalten, hatte ich irgendwie schon ein bisschen die Nase voll. Trotz regen Verkehrs hielt irgendwie niemand an. Ungefähr 10 min später stoppte dann aber ein netter Franzose, der mich mit nach Glenorchy nahm.


Wir verstanden uns ziemlich gut und als er bemerkte, dass ich an diesem Tag eh nur noch 6 km gehen konnte, weil nur noch eine Campsite, ziemlich am Anfang des Tracks, frei war, fragte er mich, ob ich mit ihm noch ein bisschen durchs Fiordland fahren wollte. Das taten wir dann auch und sahen dabei schöne Seen und fantastische Berglandschaften.


 


Abends ließ er mich dann am Routebourn-Startpunkt raus und der Walk began. Sechs Km am esten und 28 km am zweiten Tag.


Die Lanschaft war unglaublich schön, mal wieder sehr interessante, reisebegeisterte Leute getroffen und mich natürlich anständig ausgepowert. Der erste Tag war gegenüber dem zweiten wirklich ein Kinderspiel. Als mir die DOC-Camp-Betreuerin am Abend des ersten Tages noch sagte, dass es über Nacht ziemlich kalt werden würde und ich am besten alles was ich an Klamotten mit habe in meinen Schlafsack packen solle, dachte ich noch „ach naja so schlimm wirds schon nicht werden“. Als ich allerdings in der Nacht geschätzte fünf bis sechs Mal vor Kälte aufwachte, wusste ich dass das kein Scherz war. Am nächsten Morgen entdeckte ich dass die kompletten Lebensmittel im Zelt gefroren waren. Daraufhin erzählte mir dann ein Ehepaar , dass es in der Nacht minus 9 Grad waren.  Naja, etwas durchgefroren bin ich dann  losgegangen und kam schließlich am Abend am Devide (Ende des Tracks) an. Nach fünf Minuten Aufenthalt auf dem Rastplatz hatte ich Glück und es gabelten mich  zwei Engländerinnen auf und nahmen mich mit nach Te Anau, wo ich mich dann am nächsten Tag mit Anni wiedertraf.

Nach zwei Tagen Verschnaufpause im schönen Te Anau ging es dann für uns beide  zum Startpunkt des Hollyford Tracks( 56 km, 4 Tage) , den wir gemeinsam bestreiten wollten.

Das erste Tagesziel, die Alabaster Hut mit anliegendem schönen See war schnell erreicht. Zu unserer Überraschung gesellte sich am Nachmittag noch ein richtiger "Buschmann" zu uns, welcher am oberen Ende des Sees in einer Blechhütte lebte.  Nach einem kurzem Smalltalk fanden wir heraus, dass seine Lebensgrundlage daraus bestand Forellen und Aale zu fischen. Als begeisterter Angler hackte ich natürlich weiter nach, bis er uns schließlich anbot eine kleine Bootsfahrt auf dem See zu machen. Gesagt getan und dann ging es los mit seinem 15PS Schlauchboot. Zwei gute Forellen, welche es dann später zum Abendbrot gab, waren das Ergebnis. Auf dem Rückweg gab es dann noch einen Abstecher zu den am See gelegenen Alabaster-Wasserfällen. Einfach herrlich!

Die nächsten zwei Wandertage waren von etwas regnerischerem Wetter und teilweise wirklich schlechten Wegabschnitten geprägt, bei denen oft mehr geklettert als gewandert wurde. Dazu  erlebten wir, dass sich häufig ein Bach als Wanderweg entpuppte.

Doch die Belohnung folgte auf dem Fuße! Bei gleißendem Sonnenschein erreichten wir am Freitag die Martinsbay, an der wir zwar von einem Schwarm Sandfly´s, aber auch einer schönen Seehundkolonie und einer herrlichen Küste, an der man bei gutem Wetter einen prächtigen Sonnenuntergang sehen sollte, empfangen wurden.

Nach einem schönen Sonnenuntergang am Freitagabend haben wir uns Samstag früh von einem Flugzeug wieder zurück nach Milford Sound fliegen lassen von wo aus wir zurück zu unserem Auto transportiert wurden.

 

Da eine Dusche dann wirklich Not tat, verbrachten wir die nächste Nacht im nahegelegenen Gunn's Camp, was seit 1904 existiert. Sehr primitiv, aber trotzdem sehr originell.

Danach ging es weiter zu einer Halbinsel in der Nähe von Dunedin, Otago Peninsula (wo riesige Seelöwen und Robben am Strand lagen) und anschließend nach Dunedin, um mal wieder ein bisschen Stadtluft zu schnuppern. Nachdem wir heute (am 30.01.) schon das wahrscheinlich kleinste Kaffee der Welt besucht haben, die Universität besichtigt, einen Spaziergang durch den erholsamen Park von Dunedin und eine Brauereirundführung mit anschließender Bierverkostung mitgemacht haben, geht es morgen noch zur steilsten Straße der Welt, bevor die Reise uns weiter Richtung Mt. Cook und Christchurch führt.

Bierbrauerei Dunedin:

Bis dahin, liebste Grüße,

Tobi

 

30.1.13 15:45

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